Erstes Treffen der Stakeholder Gruppe in der Waldmärker - Region

Am 04. Juli traf sich zum ersten Mal die sogenannte Regional Stakeholder Group (RSG) im Sitzungssaal der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Lüneburg GmbH (FVL) in Oldenstadt.
10 Teilnehmer aus den Reihen der Privatforstverwaltung, der Privatwaldbesitzer, der Förster und ein Experte aus dem Dekorationsgroßhandel folgten der Einladung. Die Initiatoren des Treffens, die Waldmärker als praktischer Projektpartner (Herr Dr. Hecker, Herr Einhorn) und der wissenschaftlicher Partner, die Universität Hamburg (Herr Prof. Dr. Mantau, Herr Döring) organisierten das Treffen.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen stellte Herr Prof. Dr. Mantau den Teilnehmern die Struktur, die Partner, die Motivation und die Ziele des EU-Projektes vor.
Die Struktur und Organisation der FVL, als praktischer Partner, wurde von Geschäftsführer Dr. Markus Hecker vorgestellt.
Nach dem Überblick über das Projekt und deren Partner, leitete Herr Einhorn mit einem Vortrag über die Potenziale und Beispiele von Non-Wood-Forest-Products (Nichtholzprodukte) in der Region eine erste konstruktive Diskussion über die Grundlagen der Nutzung ein.

Richard Hogewoning, Experte im Dekorationsgroßhandel, stellte im Anschluss sein Unternehmen vor und gab den Teilnehmern interessante Einblicke in die Marktstrukturen des Dekorations- und Floristikmarktes. Sein Unternehmen stellt verschiedenste Dekorationsprodukte mit Elementen aus dem Wald (z.B. Moose, Zweige, Blaubeerkraut) her.
Nach einer angeregten Diskussion über die Chancen und Risiken im Dekorationsmarkt wurde klar dass, eine Vermarktung auf den größeren Märkten sehr schwierig und wenig profitabel wäre. Hauptgrund ist die hohe globale Verkäuferkonkurrenz.

Zusätzlich stellte die RSG fest, dass eine regionale Wertschöpfungskette, für ein spezielles Produkt zurzeit nicht existiert. Die Projektpartner müssen nun neue Wege erarbeiten um Nichtholzprodukte in der Region zu beschaffen und zu vermarkten.
Das Treffen endete mit einer kleinen Exkursion in den naheliegenden Privatwald, um die typische naturale Ausstattung und die Strukturen des regionalen Waldes zu zeigen.